Röntgenuntersuchung Nachzuchten

Damit Sie auch die Thematik verstehen, werde ich Ihnen eine kleine Einführung geben. Einige Textpassagen habe ich der Homepage des Gesunde Bulldoggen e.V. entnommen und werde diese entsprechend durch kursiv Schrift deutlich machen. Ich bedanke mich für die Bereitstellung einiger Röntgenbilder, die als negativ Beispiel Ihnen den Unterschied verdeutlichen sollen.

Ich möchte vorerst hier nur auf die Wirbelsäulenerkrankungen eingehen. Soweit mir bekannt und wenn ich die Röntgenbilder erhalten habe, werde ich diese von den Nachzuchten hier veröffentlichen.

 

 

Kissing Spines

"Die Kissing Spines gehören auch zu einer öfters auftretenden Wirbelsäulenanomalie der Bulldoggen. In der Regel verursachen diese zusammengewachsenen Dornfortsätze, die überwiegend im letzten Abschnitt der Brustwirbelsäule auftreten, dem Hund keine großen Probleme. Sind sie zu sehr ausgeprägt und stören den Hund, können sie chirurgisch gekappt werde.

Angeborene Kissing Spines sind meistens schmerzfrei und Zufallsbefunde während der Röntgendiagnostik. Erworbene Kissings durch Fehlbelastung können Aufreiben, und sich nach entzündlichen Prozessen verwachsen. Dies bereitet dem Hund während dieser Umbauprozesse, ähnlich wie bei der Spondylose erhebliche Schmerzen.

Kissing Spines sind erblich, dies sollte man dringend beachten!" (Zitat von der Homepage des GB e.V.)

Hier im roten Kreis erkennen Sie erbliche Kissing Spines, die zusammen gewachsen sind. Es war wie im oberen Text ein Nebenbefund. Der Hund hatte bisher deswegen keine Beschwerden. Dieser Hund stammt aus einer Non-FCI-Verpaarung.

 

 

Spondylose

"Die Spondylose ist ebenfalls eine degenerative Skeletterkrankung der Wirbelsäule. Spondylosen sind Zubildungen zwischen den Wirbeln, diese können oberhalb und/oder unterhalb der Wirbel entstehen und mit der Zeit die ganze Wirbelsäule versteifen. Spondylose ist erblich, daher gehören befallene Hunde keinesfalls in die Zucht! Die Verknöcherung und Versteifung der einzelnen Segmente verursachen schwere Schmerzen. Sind diese Umbildungen abgeschlossen, so ist der Hund zwar schmerzfrei aber versteift. Es besteht immer die Gefahr, dass diese "Dächer oder Brücken" zerbrechen und dem Hund wiederum Schmerzen bereiten."  (Zitat von der Homepage des GB e.V.)

Hier im roten Kreis erkennt man eine "Brücke" die von dem TH10 zu dem TH9 "im Bau" ist. Bei der Aufnahme war der Hund 1 Jahr alt. Mittlerweile leidet dieser Hund unter sehr starken Schmerzen. Medizinisch ist bereits alles ausgeschöpft, sodass dieser nur noch mit Schmerzmitteln gut leben kann. Man muss hier aber auch sagen, das dieser Hund weitere Krankheiten aufweist und somit eins zum anderen kommt. Der Hund stammt aus einer Non-FCI-Verpaarung.

 

 

Überbegriff "Keilwirbel"

"Wir werden immer wieder mit den fadenscheinigen Argumenten der Züchter konfrontiert, dass der Erbgang der Keilwirbel nicht genau feststeht. Dass Keilwirbel erblich sind ist Fakt! Ebenfalls benutzt man gerne das Argument, dass aus guten Wirbelsäulen auch schlechte entstehen können, und umgekehrt, hier vergleicht man gerne die Keilwirbelproblematik mit der HD. Und diese weit hergeholten und wissenschaftlich nicht belegbaren Argumente werden dann gerne als Alibi für die Verpaarung mit stark deformierten Wirbelsäulen genutzt. In einigen Kreisen zählt man bloß die Keilwirbel und ignoriert andere Missbildungen, andere graduieren die Wirbelsäulen lediglich, ignorieren aber den tatsächlichen Krankheitswert und verpaaren munter nach Gefühl und ohne große Sachkenntnis." ......
"Der lateinische Ausdruck Hemivertebrae ist korrekt mit dem Begriff Halbwirbel übersetzt.
Aus wissenschaftlicher Sichtweise sind Keilwirbel deutliche Deformationen der Wirbelkörper, die tatsächlich keilförmig ausgeprägt sind. Deformationen, wie einseitige Abflachung der Wirbelkörper, die dennoch einen Stabilisitätsverlust der Wirbelsäule bedeuten und Folgeverformungen benachbarter Wirbel verursachen können, werden daher, je nach Gutachter oder Tierarzt oftmals als "keilwirbelfrei" bewertet." ......

"Wir sehen die leider noch rassetypischen Veränderungen in Form von Keilwirbelbildung, aber auch die mögliche Verbesserung durch Zuchtmanagement und die leider viel zu selten dargestellten gut ausgeprägten Wirbel in der Rute. Man muss aber auch deutlich daran erinnern, dass jeder Hund jeder Rasse Veränderungen der Wirbelsäule aufzeigt. Die perfekte Wirbelsäule gibt es nicht." ......  (Zitate von der Homepage des GB e.V.)

Zusammenfassend wird oft von Keilwirbeln gesprochen. Es gibt aber wie im oberen Text genannt auch andere Deformierungen. Weitere Deformormationen der einzelnen Wirbel werden auch nach ihren Aussehen bezeichnet, wie der  Fischwirbel, Blockwirbel und der Schmetterlingswirbel.

Im oberen Bild erkennen Sie verschiedenste Deformationen der Wirbelkörper. Leider hat es diesen Hund sehr stark erwischt, je nachdem wie "kleinlich" man nun ist, ist fast die ganze Brustwirbelsäule deformiert und als "Krönung" hat dieser Hund noch einen heftigen Keilwirbel auf L1 (unteres Bild) am Übergang. Dieser setzt sozusagen eine Stufe ins Rückenmark. Der Durchfluss des Rückenmarks ist hier nicht gut, sodass man mit eventuellen schweren Erkrankungen rechnen muss. Dieser Hund ist eine FCI Nachzucht. Wie Sie jetzt merken, hatten die beiden oberen Beispiele auch Deformierungen an den einzelnen Wirbelkörpern.

 

Ich möchte hier an Sie als Interessent appellieren, sich immer die Röntgenbilder der Elterntiere ihres zukünftigen Welpen anzuschauen und diese selbst zu beurteilen. Noch besser ist es wenn der Züchter die Welpen vor Abgabe einmal vorröntgen lässt. Auf fadenscheinige Untersuchungsunterlagen verlasse ich mich selbst auch nicht mehr. Einziges garant kann hier nur ein Gutachten eines GRSK-Gutachter sein. Diese sind auf Skeletterkrankungen spezialisiert und unabhängig.

 

Es gibt selbstverständlich noch mehr Erkrankungen, auch am Skelett, bei der Französischen Bulldogge. Schauen Sie auf der Homepage des Gesunde Bulldoggen e.V. nach, um sich weiter zu informieren.


A-Wurf Röntgenbilder

(per Klick lassen sich die Bilder vergrößern)

Elterntiere:

Debby vom Kahlen Asten (ein deformierter Wirbel auf TH9, frei von Spondylose und Kissing Spines) per Röntgen untersucht, GRSK-Gutachten

Asbach zur Liebenburg (frei von deformierten Wirbeln, von Spondylose und Kissing Spines) per Röntgen untersucht

 

 

Alice from Honey Marsh (frei von sämtlichen Wirbelsäulenerkrankungen) per Röntgen und CT untersucht, unter Narkose und vom GRSK-Gutachter schriftlich ausgewertet mit 18 Monaten

 

Altair from Honey Marsh (frei von deformierten Wirbeln, von Spondylose und Kissing Spines) per Röntgen untersucht, ohne Narkose und vom GRSK-Gutachter mündlich bewertet, mit 18 Monaten

 

Artax from Honey Marsh (ein deformierter Wirbel auf TH9, frei von Spondylose und Kissing Spines) per Röntgen untersucht, ohne Narkose und vom GRSK-Gutachter mündlich bewertet, mit 18 Monaten

 

Ace from Honey Marsh (zwei deformierte Wirbel auf TH7 und TH8, frei von Spondylose und Kissing Spines) per Röntgen untersucht, ohne Narkose und vom GRSK-Gutachter mündlich bewertet, mit 22 Monaten


Arok from Honey Marsh ???

 

Ich möchte mich hier nochmal dankbar zeigen für die Einsatzbereitschaft meiner Welpenkäufer!!! Das ist nicht selbstverständlich und deswegen möchte ich das hier nochmal betonen! Zudem bin ich über die bisherigen Untersuchungsergebnisse stolz und freue mich mit den Besitzern. Weitere Untersuchungen sind mit Altair, Artax und Ace geplant!

Weitere Untersuchungen und die Pedigrees finden Sie auf Ingrus.